Sie interessieren sich für einen Beagle?
Dann vorab ein paar Punkte für Sie.
1. Wir sind anerkannte Züchter des VDH und F. C. I. Bei uns und allen anderen anerkannten Zuchtstätten haben Sie die Gewähr für Rassereinheit. Unser Zwinger wird regelmäßig überprüft. Der Tierarzt oder Zuchtwart begutachtet jeden Wurf nach der Geburt.
2. Wir züchten unsere Rasse nur aus Freude. Unsere Hündin ist ein vollwertiges Familienmitglied. Auch unsere Welpen werden im Haus mit ständigem Kontakt zur Familie großgezogen.
3. 1000.- Euro für einen Beagle, das ist Ihnen zu teuer? Hunde aus nicht anerkannten Zwingern kosten etwa 400,- Euro. Macht ein Züchter über einen Verband da nicht eine Menge mehr Kohle? Nein ! Warum das so ist, möchte ich kurz erläutern: Damit eine Hündin zum ersten Mal belegt werden darf muss sie verschiedene Kriterien erfüllen. Man fährt auf Ausstellung, diese sind oft mit einem weitem Weg verbunden. Vorgeschrieben sind mindesten zwei "sehr gute" und eine "Vorzügliche" Beurteilung. Nur Hunde mit gutem Wesen, Scherengebiss, guter Anatomie und korrekter Bewegung bekommen von den Richtern diese Beurteilungen. Dann wird eine HD-Röntgenkontrolle und ein genetischer Fingerabdruck des Hundes verlangt. Haben wir das alles besorgt und unsere Hündin ist mindestens 18 Monate machen wir uns auf die Suche nach einem geeignetem Deckrüden. Diese wohnen meist nicht um die Ecke und stehen auch nur für eine Deckgebühr von 350,- bis 550.- Euro zur Verfügung. Dazu kommen Spritkosten, Übernachtungen und Urlaubstage. Dazu kommen Eintragungsgebühren, Ahnentafeln, Impfung, hochwertiges Futter, evtl. Tierarztkosten und vieles mehr.
Wir geben unsere Welpen nur mit einer Grundimpfung ab. In der 8. Lebenswoche kontrolliert der Zuchtwart die Impfpässe und begutachtet nochmals jeden Welpen und tätowiert ihn. Dies wird auf dem Wurfabnahmebericht notiert, der frei zugänglich ist. Danach geben wir unsere Welpen in ihr neues Zuhause.
Unsere Hunde sind auch keine Gebärmaschinen. Eine Zuchthündin darf maximal nur einmal im Jahr gedeckt werden und hat in ihrem Leben max. 6 Würfe. Nach einem Alter von 8 Jahren hat sich jede Hündin einen geruhsames Pensionsleben verdient.
4. Tierärzte können teuer werden. Sollte Ihr "billiger Beagle" an irgendeiner Krankheit leiden, aufgrund schlechter Haltungsbedingungen in der Aufzucht, dann können Sie die eingesparten Kosten schnell an den Tierarzt überweisen.
5. Haben Sie genügend Zeit für die Erziehung eines Beagles? Glauben Sie mir, dieser Hund ist sehr eigensinnig und schwer zu erziehen. Er merkt jede Inkonnsequenz und wird sie zu Ihrem Nachteil ausnutzen. Können Sie den lieben Augen dieses Hundes wirklich widerstehen und streng bleiben? Ich empfehle Ihnen eine gute Hundeschule schon mit Welpenspielstunden. Der Beagle ist mutig, haben Sie keine Angst wenn in der Welpenspielstunde nur große Hunde zu finden sind, Ihrem Hund macht das nichts aus.
6. Achtung!!! Das erste Jahr mit einem Beagle ist die reinste Katastrophe. Danach wird er ruhiger und der Hund, den Sie sich gewünscht haben. Ich habe schon Beaglebesitzer sagen hören: "Mein Hund ist verhaltensgestört". Glauben Sie mir, das ist typisch Beagle. Er zerbeißt alles was ihm zwischen seine Zähne kommt. Er klaut Essen vom Tisch und aus der Hand von Kindern und er will am liebsten auf das Sofa seines Herrchens. Er will immer spielen, zieht an der Leine. Er hat uns zur Ordnung erzogen. Schuhe aufräumen, kein Spielzeug herumliegen lassen. Regelmäßige Aufräumarbeiten im Garten waren nötig. Das schlimmste war das zerbissene Hörgerät für 750 Euro meines Vaters.
Bitte schließen Sie eine Hundehaftpflicht ab.
7. Ein Beagle muß etwa 1-2 Stunden täglich Auslauf haben.
8. Haben Sie jetzt immer noch Interesse an einem Beagle, dann kalkulieren Sie eine längere Wartezeit ein. Wir haben zum Beispiel nur einen Wurf im Jahr. Informieren Sie sich auch bei anderen Züchtern. Wir sind bestimmt nicht böse darüber. Aber bitte nur Züchter über den Verband, Ihrem neuen Hund und Ihnen zuliebe.
9. Für Fragen stehen wir Ihnen immer gerne zur Verfügung. Rufen Sie einfach an!